Mittagspause für alle

Neulich am Wochenende ist bei uns zu Hause Folgendes passiert:

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Unfassbar! Mein Mann ist einfach so am Tisch eingeschlafen. Und das nicht nur für zehn Minuten.
Später sagte er zu mir: „Ich konnte nicht mehr!“ Ich kann dieses Gefühl der absoluten Erschöpfung sehr gut nachvollziehen, tue aber meistens nichts dagegen (außer vielleicht abends früher ins Bett zu gehen). Und mein Mann? Na ja, sieht man ja…

Meine Schwester – selbst Mutter von drei Jungs – praktiziert dagegen eine einfache und wirkungsvolle Strategie. Sie heißt Mittagspause für alle. Und das funktioniert so: Wenn ihr Jüngster nach dem Mittagessen zum Schlafen geht, dann legt sie sich auch hin und macht – wenn auch nicht ganz so lange – Mittagsschlaf. Die großen Jungs wissen das und sind derweil in ihren Zimmern, hören CD oder spielen leise.

Damit haben alle eine Lärm-, Tobe- und Ausruhphase. Und meine Schwester kann neue Kraft für die zweite Tageshälfte tanken.

Was banal klingt, ist eigentlich ein tolles System. Denn: Wenn die Kinder aufhören Mittagsschlaf zu machen, neigt man ja dazu, den Tag mit den Kindern „durchzuhalten“. Ich jedenfalls. Aber selbst wenn die Kinder in dieser Zeit nicht schlafen, eine Erholungspause tut auch ihnen gut. Und wenn man das frühzeitig ritualisiert und fest in den Tagesablauf einplant, ist die Pause und damit das Ausruhen für Mama und/oder Papa obligatorisch. Super!

Gestern nachmittag habe ich es ausprobiert. Und es war toll: Die Kleine schlief in ihrem Bett, ich kuschelte mich mit Decke aufs Sofa. Die Jungs haben das Pausen-Angebot dankend angenommen, sich eine CD angemacht und zu mir gekuschelt. Die beiden sind nach einer anstrengenden Woche eben auch einfach platt.

Wir haben uns fest vorgenommen: Bei uns wird es jetzt öfter Mittagspause für alle heißen. Und bei Euch vielleicht auch?! Ich kann es nur empfehlen.

#strategieneinermutter

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