Windel Juchee ! (Nachtrag zu Windel ade!)

Hatte ich in meinem letzten Beitrag tatsächlich geschrieben, dass ich mir absolut sicher bin, dass das Thema Windel bei uns in ein paar Wochen durch sein wird? Asche auf mein Haupt – ich habe. Und ich wurde mal wieder eines Besseren belehrt:
Nein, bei uns ist das Thema nicht vom Tisch. Nein, es ist sogar das krasse Gegenteil von „Trocken werden“ eingetreten:

Unsere Kleine war – wie neulich berichtet  – richtig gut davor, trocken zu sein. Sie ist mit Elan und Freude sowohl im Kindergarten (Krippe) als auch zu Hause zur Toilette gegangen. Egal welches Geschäft, es landete im Klo.

Dann fing es an: Sie ging nicht mehr im Kindergarten. Sie ging nicht mehr zu Hause. Ich ließ die Notfallhose weg, weil ich dachte, das würde sie motivieren – es ging alles in die Hose.

Also fragte ich die Kleine: „Warum gehst Du nicht mehr zur Toilette, wenn Du musst?“ Sie: „Is bin nis mehr groß, is bin jetz wieder klein.“ Ah ja. Sie war also wieder klein. Da es ihr sonst immer so wichtig war, groß zu sein, wunderte mich das etwas. Aber das Kleinsein äußerte sich auch in anderen Bereichen des alltäglichen Lebens: Ich sollte sie wieder füttern. Sie musste wieder in meinem Arm einschlafen. Sie wollte wieder eine Milch…. Also Regression auf der ganzen Linie.

Ich fragte mich, wo der plötzliche Sinneswandel herkommen könnte. Als ich die Kleine eines Tages vom Kindergarten abholte – fiel es mir auf: Ihre ganzen „großen“ Kindergartenfreunde waren kurz zuvor in die nächsthöhere Gruppe gewechselt. Sie gehörte jetzt zu den „Großen“ unter den vielen neuen „Kleinen“, die nachgerückt waren. Also sagte ich ihr: „Du gehörst doch jetzt zu den Großen. Dann kannst Du den Kleinen ganz toll vormachen, wie man auf Toilette geht.“ Sie: „Nein, is bin wieder klein, wie die anderen.“ Das war also der Grund. Ihre großen Vorbilder, die ihr selbst auch das Gefühl gegeben haben groß zu sein, waren weg. Und sie identifizierte sich wieder mit den kleinen Windelträgern.

So weit so gut: Was mache ich jetzt damit. Abwarten. Bloß keinen Druck aufbauen. Ich habe ihr gesagt: „Sag‘ mir bitte Bescheid, wenn Du wieder groß bist. Dann gehen wir wieder auf Toilette.“ Und zwischenzeitlich frage ich sie immer mal, ob sie auf Toilette gehen möchte. Gibt ja schließlich auch einen Gummibär … oder zwei.

Windel ade !

Für den diesjährigen Sommerurlaub hatten wir uns fest vorgenommen: Die Windel unserer Jüngsten soll weg. Bei unseren damals zweieinhalbjährigen Jungs haben wir das jeweils auch im Urlaub erfolgreich umgesetzt. Diese Vorgehensweise hat sich also bei uns bewährt. Aus folgenden Gründen:

  1. Die Kinder können ganztägig nackig herum laufen und daher ein besseres Gefühl für ihre „Bedürfnisse“ entwickeln.
  2. Man hat als Eltern selbst genug Ruhe und Zeit, sich darum zu kümmern.

Und genau deshalb wollten wir es bei unserer Tochter auch wieder so machen. Aber, wie Kinder nun mal so sind: kein Interesse. Und das, obwohl sie in letzter Zeit zu Hause öfter auf Toilette wollte – leider ohne Erfolg.

Zur Motivation ist der Toilettengang bei uns mit einem kleinen Belohnungssystem verknüpft: Für Pipi machen auf Toilette gibt es ein Gummibärchen. Für das große Geschäft sogar zwei. Zur Verdeutlichung füllen wir die Gummibärchen in ein Glas und stellen sie ins Bad. Sichtbar, aber außer Kinderreichweite. Über die pädagogische Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme lässt sich an dieser Stelle sicherlich streiten, bei meinen Jungs hat es aber 1A funktioniert. Warum also bei der Kleinen nicht?

Aber sie blieb dabei: kein Interesse. Wir sind locker geblieben. Sie ist ja auch noch jung. Also haben wir die Sache nicht weiter verfolgt und die Gummibärchen aufgegessen.

Vor genau einer Woche – wieder zu Hause – steht die Kleine plötzlich vor mir und sagt: „Mama, is muss Pipi!“ Ich frage: „Willst Du Pipi auf Toilette machen?“ Sie: „Ja!“ Also sind wir ins Bad gehechtet. Ich habe schnell so einen Kindereinsatz unter die Brille geschoben, Hose runter, Body auf, Windel aus und sie drauf gesetzt. Und siehe da: es klappte.

Mann, hat sie sich gefreut. Sie saß da, schaute sich dabei zu und rief vor Stolz: „Guck ma’, is mach Pipi!“ Zur Belohnung gab es ein Gummibärchen. Zur Feier des Tages wollten die großen Jungs gleich auch eins. Und sie teilte geschwisterlich aus.

Damit wir schnell sind, habe ich ihr nun Unterhosen gekauft. Bodies sind einfach zu sperrig. Ich ziehe ihr momentan auch nur Kleidchen oder Hosen mit Gummizug an, damit wir sie schnell hochschieben bzw. runterziehen können. Für den Kindergarten ziehe ich ihr zusätzlich diese handelsüblichen Windelhosen an. Ich sage ihr: „Für den Notfall.“ Bei uns sind das nämlich keine „Windeln“ mehr, sondern „Notfallhosen“. Denn sie ist ja jetzt schon groß.

Ich bin mir sicher: In ein paar Wochen ist das Thema „Windel“ bei uns durch. Bei den Jungs war das nämlich auch so. Zumindest tagsüber. Bei der Nachtwindel haben wir gewartet, bis die „Notfallhose“ zehn Nächte am Stück trocken geblieben ist. Dann haben wir auch diese weggelassen. Das kann unter Umständen nochmal länger dauern. Aber das ist vollkommen in Ordnung.

Vom Töpfchen haben wir übrigens immer abgesehen. Aus zwei Gründen: Erstens wollten wir gleich den „richtigen“ Ort fürs Geschäft etablieren. Und zweitens wollte keiner von uns den Kram wegmachen müssen. Aber das bleibt ja zum Glück jedem selbst überlassen.

Belohnungs-Gummibärchen

Seitdem klappt es mit dem Toilettengang ziemlich gut. Natürlich gab es schon das ein oder andere Malheur. Mit großem Geschrei und enttäuschtem Geweine. Wichtig ist dann immer, das Kind zu bestärken. Beim ersten Mal sagte ich zu ihr: „Das ist nicht so schlimm. Das kann immer mal passieren. Wenn Du merkst, dass Du Pipi musst, sagst Du einfach Bescheid.“ Beim nächsten Mal stand sie vor mir: „Bescheid!“ Da musste ich erst einmal lachen. Aber dann mussten wir schnell los. Für einen Gummibär nehmen wir nämlich die Beine in die Hand.

Zwei effektive Urlaubstipps

Heute zwei kurze und schnelle Tipps aus dem Urlaub:

1. Kleinkinder vom Pool fernhalten.

Vor ein paar Jahren ist unser mittlerer Sohn – damals zwei Jahre – beim Gießkanne auffüllen in den Pool geplumpst. Zum Glück saß ich direkt daneben, so dass ich ihn gerade noch am Bein erwischen und wieder rausziehen konnte. Der Schreck saß aber tief. Bei uns allen.

Weil unsere Kleine nun auch wieder dieses Alter erreicht hat, habe ich mir für dieses Jahr einen Trick überlegt: Ich habe ein kleines Planschbecken mit in den Urlaub genommen und dies im Poolbereich aufgebaut. Bestückt mit ein bisschen Spielzeug oder Kochtöpfen etc. ist die Gummi-Pool-Variante eine adäquate Planschalternative.   

So können wir die Zeit am Pool einigermaßen beruhigt angehen. Und wenn die Kleine auch mal in den Pool will, kann sie zusammen mit Mama oder Papa gehen. Dennoch, unsere Grundsatzregel lautet: In den Poolbereich dürfen die Kinder nur, wenn einer von uns dabei ist. Denn aus den Augen lassen wir die Kids aus Sicherheitsgründen am Wasser nicht. Auch nicht die Großen!

2. Wespen vom Essen fernhalten.

Dieses Jahr haben wir im Urlaub sehr, sehr, sehr viele Wespen. Da macht das Essen draußen keinen Spaß. Kaum stehen die Teller auf dem Tisch, summt und brummt, schwirrt und sirrt es um uns herum. Das nervt. Wir haben uns aber nicht entmutigen lassen, sondern bedienen uns eines altbewährten und sehr effektiven Hilfsmittels: Wir brennen Kaffeepulver in einer feuerfesten Form (z.B. Bratpfanne) ab. 

 Eigentlich brennt der Kaffee nicht wirklich, sondern schwelt und raucht eher so vor sich hin. Die Wespen mögen anscheinend den Rauch und Kaffeegeruch nicht und bleiben dem Essen fern. Wenn man zusätzlich alle – von Wespen beliebten – Platten oder Töpfe mit Folie oder Deckel abdeckt, ist das sehr wirksam. Einziger Nachteil: An die Rauchentwicklung samt „Duft“ müssen wir Menschen uns auch erst einmal gewöhnen.

Welche Urlaubstipps habt Ihr so parat?

#strategieneinermutter

Wenn nachts der Pavor kommt …

Manchmal haben wir – meist am späten Abend – einen völlig verschreckten, zittrigen und irgendwie irre guckenden 5jährigen im Bett sitzen. Er ist dann nicht wirklich wach, reagiert auch nicht auf uns. Er ruft auch nicht „Mama“, sondern knatscht eher so vor sich hin. Wenn man ihn anschaut, dann starrt der Schreck nur so aus seinen Augen. Und man bekommt einfach keinen Zugang zu ihm.

Diese Zustände hat er schon Zeit seines Lebens. Das kennen wir auch nur von ihm. Mir hat das immer Angst gemacht, weil ich nie wusste, was das ist oder wie wir unseren Sohn aus dieser Situation heraus holen können. Irgendwann habe ich dann aber in meinem Lieblings-Elternbuch „Baby-Jahre“ von Remo H.Largo (siehe auch „Ist das noch normal?“) gelesen, dass das bei Kindern ein ganz normales Vorkommen ist:

Es nennt sich „Pavor nocturnus“. Laut Largo handelt es sich dabei um „ein ganz normales Schlafphänomen. Dem Angsterschrecken liegt ein partielles Aufwachen aus dem tiefsten Non-REM-Schlafstadium zugrunde. Das heißt, das Kind wacht aus dem Tiefschlaf unvollständig auf, was sich in einer Art Verwirrtheitszustand äußert.“ (Kapitel Schlafverhalten, 25-48 Monate) Unser Kind ist also gar nicht richtig wach. Deswegen reagiert es auch nicht auf uns.

Woher dieser Zustand kommt, weiß keiner so genau. Largo sagt dazu: „Nach einem ereignisvollen Tag, zum Beispiel nach einem Familientreffen oder dem Besuch eines Rummelplatzes, neigen gewisse Kinder in der darauffolgenden Nacht zu einem Pavor nocturnus. Auslöser kann einerseits sein, dass die Kinder später zu Bett gehen und übermüdet sind. Dazu beitragen mag auch, dass die Kinder ungewöhnlich vielen Eindrücken ausgesetzt waren, deren Verarbeitung ihnen Mühe bereitet. Der Pavor nocturnus gehört zum normalen kindlichen Schlafverhalten, er ist keine Verhaltensauffälligkeit!“ Diesen Zusammenhang können wir eher nicht feststellen. Aber wir wissen ja auch nicht immer, wie gut oder schlecht unser Mittlerer seine alltäglichen Eindrücke verarbeiten kann.

Nachtgespenst

Was tue ich also, wenn unser Kind mal wieder einen „Pavor nocturnus“ hat?
Ich rede ruhig mit ihm: „Schhhhhhh, ich bin ja da. Mama ist bei Dir.“ Dann nehme ich ihn meistens auf meinen Schoß, lege ihn in meinen Arm, halte ihn fest, wärme ihn und mache leise „schhhhhh“. Meistens hört er dann relativ schnell auf zu zittern. Und die Augen gehen auch wieder zu. Ab und an kommt dann nochmal so eine Art „Einschlafzucken“. Und dann ist die Sache nach spätestens zehn Minuten wieder vorbei. Ich lege ihn wieder in sein Bett. Er schläft ruhig weiter. Und kann sich am nächsten morgen an nichts erinnern.

Fakt ist: Je älter unser Sohn wird, desto seltener kommt bei ihm der Pavor nocturnus. Aber leider wird er immer intensiver. Das Zittern hatte er zum Beispiel früher nicht. Das kam erst im letzten Jahr hinzu.

Mittlerweile gehen mein Mann und ich relativ gelassen damit um. Früher waren wir nach einem solchen „Anfall“ immer völlig erschöpft und sorgenvoll. Heute kommt einer von uns aus dem Zimmer und der andere fragt: „Was war denn?“ „Ach, war nur ein Pavor.“ So kann man sich auch an sehr ungewöhnliche Dinge gewöhnen.

Quelle: Largo, R.H. (2007), Baby Jahre – Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren, Piper Verlag GmbH, München

#strategieneinermutter

„Paghetti inne Nase!“

Gestern saß ich mit meinen Kindern beim Abendessen. Es gab Nudeln. Genauer gesagt Spaghetti. Die Laune war gut, der Hunger war groß. Und die Kinder quasselten und quatschten und es herrschte eine sehr nette Atmosphäre.

Mittendrin fing unsere Kleine (2) fröhlich an zu singen: „Paghetti inne Nase ! Paghetti inne Nase !“ Und die Jungs und ich fingen an zu lachen. Wir fanden ihren originellen Singsang wirklich witzig. Bis zu dem Moment, indem ich Begriff, dass sie wirklich ein Stück Spaghetti in der Nase stecken hatte.

Ich wurde ein bisschen unruhig und sagte zu ihr: „Bleib so, wie Du bist. Ich hole schnell eine Pinzette und ziehe sie Dir wieder raus.“ Aber weit gefehlt! Kaum hatte ich mich vom Stuhl erhoben, atmete die Kleine ein und schwupp – die Spaghetti verschwand in den kleinen hinteren Windungen ihrer Nase. Obwohl man die Spaghetti noch sehen konnte, für meine Pinzette war sie zu weit weg.

Also überlegte ich hin und her. Krankenhaus oder nicht. Krankenhaus oder nicht. Krankenhaus oder … Ich wägte ab: Dem Kind geht es gut. Es bekommt ausreichend Luft, hat ja noch ein freies Nasenloch und den Mund zum atmen übrig und singt weiterhin seinen Spaghetti-Song. So schlimm kann es also nicht sein. Dennoch wollte ich das Teil vor dem Schlafen gehen aus dem Kind haben.

Und dann dachte ich pragmatisch: Es ist 19 Uhr. Jetzt noch mit allen drei Kindern in die Notaufnahme zur endoskopischen Entfernung einer Spaghetti aus dem Riechorgan? Eine Horrorvorstellung. Nicht wegen der Endoskopie, sondern wegen des damit einhergehenden Aufwands.

Ich habe mich dazu entschieden abzuwarten. Ich ließ die Kinder noch ein wenig spielen. Wir zogen Schlafanzüge an und putzten die Zähne. Zwischendurch versuchte ich, meine Tochter dazu zu animieren, kräftig durch die Nase auszupusten. Außer ein leises „Ffffffff“ kam da aber nicht viel. Die Spaghetti blieb nach wie vor am Anschlag der Nasenwurzel. Für meine Pinzette unerreichbar.

Und dann plötzlich, als die Kleine gerade den Toilettengang übte (bisher ohne Erfolg), sah ich die Spaghetti nach vorne rutschen. Ich rief: „Bleib so wie Du bist.“ Sie blieb tapfer auf dem Klo hocken, ich sprintete die Treppen runter zum Esstisch – wo ich die Pinzette schlauerweise hatte liegen lassen – sprintete wieder hoch, schnappte mir das Corpus Delicti und zog es aus dem Nasenloch wieder heraus. (Bitte nicht ekeln: Dies ist nicht die Original-Spaghetti. Das Foto ist nachgestellt. Aber die Länge stimmt ungefähr.)

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Meine Erleichterung war groß. Hätte ich das Ding nämlich nicht erwischt, wäre ich doch noch mit ihr in die Notaufnahme gedüst. Meine Tochter fand das alles nur lustig. Ich sagte zu ihr: „Bitte steck‘ Dir nie mehr etwas in die Nase.“

Ob sie daraus gelernt hat? Nämlich, dass man sich niemals irgendetwas in irgendeine Körperöffnung steckt, wo es nicht hingehört. Wohl kaum. Heute morgen beim Frühstück sang sie „Müsli inne Nase! Müsli inne Nase!“ Zum Glück ohne Wahrheitsgehalt. Da konnten wir alle befreit drüber lachen.

#strategieneinermutter

Kleine Naturforscher

Neulich am Wochenende war es trüb und grau. Unsere Kinder gehen dann eher nicht gern aus dem Haus. Wir Eltern wollten aber gern raus aus der Stadt, ins Grüne und ein bisschen frische Luft schnappen. Und Ruhe genießen. Weil wir wussten, dass wir auf ein euphorisches „Los Kinder, lasst uns in den Wald fahren!“ nur ein müdes „Och nööööö!“ oder „Ich will lieber zu Hause bleiben!“ ernten würden, sind wir die Sache gleich spielerisch angegangen.

Schon beim Frühstück eröffneten wir: „Heute gehen wir auf eine Expedition!“ Sechs große Augen schauen uns an. Und gleich die aufgeregte Frage: „Was machen wir denn?“ Papa antwortet: „Wir fahren in den Wald und erforschen die Natur.“ Die Kinder: „Juchuhhhh!“ Und dann gleich: „Wie machen wir das denn?“ Ich: „Na ja, wir gehen auf Spurensuche von Tieren oder versuchen Pflanzen und Pilze zu bestimmen.“ Unser Großer sogleich: „Da können wir auch Vögel beobachten. Ich nehme mein Fernglas mit.“ Und der Mittlere: „Dürfen wir auch unsere Schnitzmesser einpacken?“ Wir: „Na klar, alles was man als Naturforscher so braucht, müssen wir einpacken.“ Und der Mittlere wieder: „Und Proviant brauchen wir auch.“ Natürlich.

Also haben wir nach dem Frühstück alles zusammengepackt: den Naturführer zum Pflanzen und Pilze bestimmen, die Schnitzmesser, das Fernglas und jede Menge Essen und Trinken. Und weil es so trüb und grau und kalt draußen war, haben wir uns richtig matsch- und wetterfest angezogen und sind in den Wald gefahren.

Wenn unsere Kinder in einer abenteuerlichen Geschichte stecken, sind sie nicht mehr zu bremsen. Sie nehmen ihren Job als Naturforscher sehr ernst: jeder Stock wird umgedreht (und angeschnitzt), jeder Pilz auf Herz und Nieren geprüft, jede Höhle inspiziert, bei jedem abgesägten Baum das Alter bestimmt, jeder Käfer untersucht…

An solchen Tagen kommt man zwar – rein streckenmäßig – nicht weit, aber es macht ganz viel Spaß. Zu sehen, wie die Kinder aufblühen. Wie zufrieden sie sind. Kein Meckern und kein Jammern. Kein „Ich kann nicht mehr!“ oder „Wann fahren wir wieder nach Hause?“ Der Weg ist das Ziel. Und die Kinder machen sich die Natur zu eigen. Und dann erntet man als Eltern auch mal dank. Im Auto hörten wir: „Das war ein richtig toller Tag!“ Ja, das fanden wir auch.

#strategieneinermutter

3 Tipps: ruhigerer Schlaf bei Erkältung

Der Frühling steht zwar bevor, aber es ist nach wie vor Erkältungszeit. Unsere Kleine hat es neulich ziemlich schlimm erwischt. Mit ihrer Schnupfennase konnte sie nachts gar nicht gut schlafen. Ständig brachte der in den Rachen fließende Rotz sie zum Husten. Zum Glück haben wir mittlerweile (neben Nasenspray) ein paar Hilfsmittel, um dem wenigstens ein bisschen Abhilfe zu schaffen.

1. Feuchte Tücher ans Bett hängen.
Um die Raumluft zu befeuchten, hängen wir mit Wasser angefeuchtete Tücher (z.B. Mullwindeln) über die Balustrade des Gitterbettchens. Die feuchte Luft lindert Reizhusten. Man kann auch zusätzlich noch ein 1-2 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel) auf die Tücher tropfen.

2. Kopf höher lagern.
Damit der Schleim gut abfließen kann, nützt es, den Kopf der Kleinen höher zu lagern. Da man kleinen Kindern kein Kissen o.ä. ins Bett legen sollte (Erstickungsgefahr !), legen wir der Kleinen am Kopfende ihres Bettchens zwei Ablage-Ordner nebeinander  (je nach Matratzenbreite) unter die Matratze. Das sieht dann so aus:

3. Für große Kinder: Auf dem Bauch schlafen.
Unseren großen Jungs (5 und 7 Jahre) empfehlen wir bei lästigem Fließschnupfen auf dem Bauch zu schlafen. Dann kann der Schleim nämlich nicht in den Rachen fließen. Und der Schlaf wird ruhiger.

Zum Glück sind bei uns alle wieder genesen. Und das wünsche ich Euch auch: kommt gesund in den Frühling.

#strategieneinermutter