Tipps zur Beikosteinführung

Neulich kontaktierte mich Magdalena und bat mich um Rat bei der Beikosteinführung ihrer Tochter. Nachdem ich ihr meine Herangehensweise per Mail zugeschickt hatte, äußerte sie sich sehr dankbar. Sie hatte Erfolg. Daher habe ich meine persönlichen Erfahrungen nun noch einmal für Euch alle aufgeschrieben:

Bei der Beikosteinführung habe ich grundsätzlich immer Folgendes berücksichtigt:
1. Festere Nahrung bedeutet für so ein kleines Kind eine Riesenumstellung. Und zwar in vielerlei Hinsicht: geschmacklich, sensorisch, motorisch, verdaulich

2. Jedes Kind ist anders. Soll heißen: Manche Kinder nehmen Breinahrung schneller an. Andere tun sich damit vielleicht ein bisschen schwerer. Das kann auch unter Geschwisterkindern variieren. Es ist also alles möglich.

3. Konsequent, aber behutsam sein. Es hilft nichts, dem Kind den Brei auf Teufel komm raus „einzuflößen“. Und wenn es am Anfang nur ein Löffelchen isst – auch das ist schon ein Erfolg. Den Rest der Mahlzeit habe ich mit Milch vervollständigt. Irgendwann kamen meine Kinder dann auf den Geschmack und ich habe die Milchzufuhr reduziert bzw. ganz weglassen. Wichtig ist dennoch, am Ball zu bleiben. Also nicht gleich wieder damit aufhören, falls es mal nicht so gut klappt. Das Breiessen soll für das Kind langsam zur Routine werden.

4. Eintönigkeit geht vor Abwechslung. Damit das Kind sich langsam an den Geschmack gewöhnen kann, lieber bei einer Sorte Brei bleiben. Unsere Kinderärztin hat uns empfohlen: Karotte, Kürbis oder Pastinake.

5. Wasser trinken angewöhnen. Ich wollte meinen Kindern gleich angewöhnen, dass es zum „richtigen“ Essen Wasser zu trinken gibt. Dazu habe ich abgekochtes, lauwarmes Wasser in eine Milch-Saugflasche gefüllt und meinen Kindern beim Breiessen angeboten. Obst bzw. Saft habe ich aus Sorge um Bauchschmerzen, wunde Pos und Karies zu diesem frühen Zeitpunkt vermieden.

Meine Vorgehensweise (basiert auf Tipps unserer Kinderärztin):

Mit der Beikosteinführung habe ich persönlich bei meinen Kindern zu einer ähnlichen Zeit – also mit ca. 4,5 Monaten – angefangen. Da ganz klassisch: Karotte.

Erster Möhrenbrei

Als die Kinder dann die Möhre gut verdauen konnten – es passiert auch gerne mal, dass sich von der festeren Nahrung anfänglich Verstopfungen einstellen  – habe ich weitere Zutaten kombiniert:

Karotte-Kartoffel: für mindestens eine Woche, sehen, wie das Kind das verdauen kann.

Karotte-Kartoffel-Fleisch: wichtig für die Eisenzufuhr. In vegetarischer Form kann man – laut meiner Hebamme – aber auch Hirse nehmen.

Diese beiden Kombinationen habe ich dann recht lange gefüttert (die mit Fleisch nur zwei- bis dreimal pro Woche), bis ich „neue“ Geschmacksrichtungen eingeführt habe: Also Nudel- oder Reisgerichte (was die Babykosthersteller-Palette so zu bieten hat). Wenn ich mich aber recht erinnere, war das ab ca. dem 7. Lebensmonat.

Und erst als sich diese Mahlzeit, die man ja in der Regel als Mittagsmahlzeit einführt, zur täglichen Routine des Kindes entwickelt hat, habe ich mit dem Abendbrei (Milch-Getreide-Obst) angefangen.

So hat das bei uns ganz gut geklappt. Bei Fragen konnte mir unsere Kinderärztin sehr weiterhelfen. An die bzw. den würde ich mich bei Unsicherheiten immer wenden. Und irgendwann klappt das Essen von ganz alleine:

erster Zwieback

Und hier noch ein abschließender Tipp von Magdalena:

„Ich koche jetzt, auf Tipp einer Freundin hin, morgens einen Brei aus Gemüse (Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kürbis, Zucchini, ein wenig Tomate, Möhre: immer was gerade da ist) und Obst. Den verwende ich den ganzen Tag, da kann man mittags Fisch oder Fleisch hinzufügen, nachmittags oder abends auch Getreideflocken und frisches Obst oder Milchbrei. Ich koche immer mit Süßkartoffeln (lecker!).“

Liebe Magdalena, danke Dir dafür. Und Euch allen viel Erfolg!

#strategieneinermutter

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Ein Gedanke zu “Tipps zur Beikosteinführung

  1. Bis ungefähr um den sechsten Lebensmonat herum haben Babys noch einen Zungenschiebreflex, der dazu führt, dass der Brei wieder rausgeschoben wird. Ausserdem sollte ein Baby sitzen können. Manche Kinder mögen lieber Stücke von gekochten Kartoffeln oder Möhren als Brei. Die Vorgehensweise mit dem Wasser finde ihn gut, ab dem 8. Monat können Kinder lernen, aus einem Becher zu trinken.

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