Der Gummitrick bei Babybauch

Meine Schwester ist schwanger. Mit ihrem ersten Kind. Ich freue mich sehr für sie. Da ich das Wunder der Schwangerschaft nach drei eigenen nun noch einmal vorgelebt bekomme, schießen bei mir jetzt öfter Erinnerungen an die Zeit durch den Kopf. Und natürlich auch einige Tricks, die ich damals angewandt habe. Und die ich gerne an meine Schwester weitergebe.

Einen Trick hatte ich allerdings ganz vergessen. An den hat sie mich neulich erinnert. Und zwar rief sie mich an und sagte: „Die Hosen werden langsam eng.“ Ich: „Ach ja, da musst Du Dir bald so eine richtige Schwangerschaftshose kaufen.“ Sie etwas verschwörerisch: „Ach ein bisschen überbrücken kann ich das noch. Ich wende nämlich Deinen Gummitrick an.“ Ach ja, der Gummitrick…

Und der Gummitrick geht so: Man nehme ein handelsübliches Haargummi, binde damit eine Schlaufe durch das Knopfloch der Hose. Dann wickelt man das Schlaufenende des Gummis so lange um das Knopfloch, bis die Hose angenehmem sitzt. Und der Bauch nicht drückt. Das sieht zwar lustig aus, ist aber höchsteffektiv. Und den unüblichen Verschluss kann man wunderbar mit einem locker gestellten Gürtel kaschieren.

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Kaschieren kann man damit übrigens auch die Schwangerschaft. Zumindest, wenn man sich noch in dem Stadium befindet, indem man sie noch geheim halten möchte. Aber auch der Gummitrick kann den Lauf der Zeit nicht aufhalten. Irgendwann muss man dann doch auf die klassische Schwangerschaftshose zurückgreifen.

Meine Schwester ist dennoch sehr dankbar über den Trick. Denn so kann sie wieder angenehm an ihrem Arbeitsplatz sitzen. Es freut mich, wenn ich ihr – und vielleicht auch Euch – helfen kann. Wahrscheinlich fallen mir in den nächsten sechs Monaten Schwangerschaftsbeiwohnen noch mehr meiner damaligen Ideen ein. Daher diese neue Kategorie „Ideen für Schwangere“. Sie ist Dir gewidmet, mein liebes Schwesterherz.

#strategieneinermutter

Puppen-Theater im Auto

Eigentlich sind unsere Kinder ganz gute Mitfahrer im Auto. Dennoch müssen wir längere Strecken schon mal mit Programm überbrücken: Wenn die sechste CD, die dritte Runde „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ oder das zwanzigste Kinderlied unsere Kleinen nicht mehr davon abhält „wann sind wir endlich daaaaaaaa?“ zu grölen.
Dann werde ich zum Puppenspieler. Natürlich nur, wenn ich auf dem Beifahrersitz bin.

Ich lasse mir die Kuscheltiere von den Kids geben und lege los. Die Mittelkonsole ist meine Bühne. Mein Mann meistens das Opfer. Schadenfreude zieht ja auch schon bei den Kleinsten. Und ich finde, im Theaterspiel ist sie auch erlaubt: Wenn ich beispielsweise „Mah“ – das Schaf unserer Tochter – nehme, mich heimlich an das Ohr vom Papa schleiche und dann plötzlich anfange ihn zu kitzeln, dann gickelt und gackelt es nur so auf der Rückbank. Vor allem, weil mein Mann mitspielt und ganz „überrascht“ tut: „Ahhhh, Hilfe, was kitzelt mich denn da?“

puppentheater

Auch gut: Die Tiere hüpfen oder Saltos machen lassen. Mit ein bisschen Übung sieht das mit Kuscheltieren verdammt echt aus. Manchmal landen sie auch vor der Windschutzscheibe oder stoßen mit dem Kopf an die Autodecke. Das finden die Kinder super. Jedes Tier muss natürlich mal drankommen. Die Tiere unterhalten sich auch, erzählen den Kindern Geschichten oder spielen Verstecken hinter meiner Nackenstütze.

Beim Puppentheater im Auto ist alles möglich. So lange ich ordnungsgemäß angeschnallt bleibe und mein Mann sich weiter auf die Straße konzentrieren kann. Auch wenn man sich ein bisschen was überlegen muss, Zeit überbrückt das Puppentheater sehr effektiv.

Und wenn ich keine Lust mehr habe den Puppenspieler zu geben? Dann sind die Tiere plötzlich gaaaaanz müde. Und wollen dringend wieder in den Arm des jeweiligen Kindes. Die kümmern sich dann meistens ganz süß um ihre Schützlinge. Da meckert garantiert keiner mehr !

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