Das Durchschlafwunder

Vor Weihnachten hat es nun auch meinen Mann und mich ereilt. Nach nunmehr sieben Jahren mit eins, zwei, drei Kindern konnten es die deutlichen Ringe unter unseren Augen nicht mehr leugnen: WIR KÖNNEN NICHT MEHR !!!!

Unsere Nächte mit den Dreien waren unfassbar unruhig. Jeder von uns musste des nächtens mindestens zwei bis dreimal zu einem der Kinder. Und das aus den unterschiedlichsten Gründen: schlecht geträumt, gekotzt, gekackt, Schnullerverlust, Durst, Klo, Angst oder auch schön der Satz „Ist es schon morgens?“

Gründe hin oder her, wir waren beide nachts viel unterwegs. Der Schlafmangel mit kombiniertem Arbeiten und Familienbetreuung hat uns einfach fertig gemacht. Verständlicherweise, wie ich finde !

Aber manchmal regeln sich die Dinge einfach von selbst. Im Vorfeld muss ich sagen: Ich habe das ganze ohne jegliche Strategie gemacht. Es war die schiere Verzweiflung, die mich eines abends zu unseren Kindern sagen ließ: „Papa und ich können nicht mehr. Weil Ihr uns nachts so oft ruft, sind wir soooo müde, dass wir ganz schlapp sind. Das geht nicht mehr. Wir müssen schlafen. Und deswegen habe ich eine Idee: Wenn Ihr nachts wach werdet, kommt Ihr entweder selbst zu uns ins Bett geklettert oder Ihr dreht Euch einfach um und schlaft weiter.“
Die Kinder haben zugehört, aber das Gesagte nicht weiter kommentiert.

Und dann kam das Wunder: Ab dieser Nacht haben meine Jungs durchgeschlafen! Keiner hat gerufen, keiner wollte irgendwas. Die Kleine kam zwar irgendwann in unser Bett, aber das hat uns nichts ausgemacht.

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Am nächsten morgen fühlten mein Mann und ich uns so ausgeruht wie lange nicht mehr. Die Conclusio: Wir brauchen ruhige Nächte, um gestärkt und entspannt durch den trubeligen Tag zu kommen. Mittlerweile gab es natürlich wieder Nächte, wo wir zu dem ein oder anderen mussten. Aber nicht mehr so geballt. Und: lustigerweise schläft die Kleine seit Anfang des Jahres durch (auch ohne im Arm ihres größten Bruders zu liegen). Moment, ich muss mal eben auf Holz klopfen … das soll ja auch Wunder wirken.

#strategieneinermutter

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5 Gedanken zu “Das Durchschlafwunder

  1. Liebe Mascha, ich drück Euch die Daumen! Wie schafft es Eure Kleine denn im Schlafsack zu Euch zu kommen?
    Ich überlege auch gerade, ob ich meiner Frieda das beibringe und ein paar Gitterstäbe entferne, aber im Schlafsack verheddert sie sich glaube ich beim Laufen bzw besser Krabbeln…
    Liebe Grüße Steffi

    • Liebe Steffi! Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt: die Kleine lässt sich von uns natürlich abholen. Fürs selber Kommen ist sie noch zu klein. Der Aufruf galt eher den Großen. Die kommen aber auch nicht von selbst;-(. Liebe Grüße zurück, Mascha

  2. Da überkommt mich akuter Neid. Mein Großer schlief zuverlässig mit einem Jahr durch., Und man denkt, das zweite Kind macht das genauso,.. von wegen. Der Kleine ist jetzt 15 Monate alt und meldet sich dreimal die Nacht… wenn er erkältet ist wie grad, dann will er noch alle 2 Stunden an die Brust. Ich warte auf den Tag. an dem er sein Aufwachen wenigstens auf 1 mal reduziert!

    • Ja, das musste ich auch lernen: Jedes Kind hat seine eigene kleine Persönlichkeit. Jeder ist anders. Diese Erkenntnis habe ich auch immer wieder. Das hört auch nicht auf…

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