Im Trüben toben

Dass ich mal das Wetter als Aufhänger für einen meiner Artikel nutzen muss, hätte ich selbst nie gedacht. Doch die letzten drei, vier oder vielleicht auch sechs verregneten und verstürmten Wochen haben nicht nur mir, sondern sogar meinen zumeist fröhlich gestimmten Kindern die Laune verhagelt. Vor die Tür gehen? Auf keinen Fall!

Ich gehöre ja nicht zu den Müttern, die mit ihren Kindern bei Wind und Wetter rausgehen. Den schon oft gehörten Satz „Es gibt kein falsches Wetter, nur die falsche Kleidung!“ kann ich persönlich nämlich nicht unterschreiben. Wenn es regnet, regnet es und dann gehen wir nur raus, wenn es wirklich sein muss. Damit ich meinen Sohn trockenen Fußes zur Schule begleiten kann, habe ich mir kürzlich Gummistiefel und Regenjacke besorgt. So etwas habe ich noch nie besessen bzw. besitzen müssen. Aber rentiert haben sich diese beiden Stücke schon nach so kurzer Zeit.

Zurück zum Thema: Auch wenn das Wetter wochenlang weder Gartenspiele noch Fahrrad oder Inliner fahren zulässt, brauchen meine Jungs ihre tägliche Tobezeit. Denn unausgetobt sind die beiden unausstehlich. Nicht nur zueinander, sondern auch zu ihrem Umfeld. Dann fangen sie sogar an, ihre kleine, sonst so geliebte Schwester zu piesacken.

Also muss eine Lösung her, wie wir drinnen toben können, ohne dabei das gesamte Mobiliar zu zerstören oder alles durcheinander zu bringen. Als sehr effektiv haben sich bei uns diese drei Möglichkeiten erwiesen:

1 (sehr wenig Aufwand): Das elterliche Ehebett wird zur Tobe-Arena. Einfach alle Kissen und Decken vom Bett schmeißen und als weichen Fallschutz rund ums Bett verteilen. Dann kann man sich mit den Kindern herrlich auf dem Bett rangeln: Hüpfen, aufs Bett schmeißen, Purzelbäume machen und und und …. Wenn sich die Lattenroste in der Höhe verstellen lassen, kann man auch wunderbar eine „Halfpipe“ bauen, von der die Kinder sich gerne runterkullern lassen oder einfach von ganz oben auf den Boden springen können.
Babies kugeln sich übrigens auch gerne auf so einer großen, weichen Fläche. Da kann man sich auch schön dazu legen und verschnaufen.

2 (mittlerer Aufwand): Wenn es der Platz zulässt, das Wohnzimmer oder ein Kinderzimmer in einen Fußballplatz verwandeln. Den Boden freiräumen, alle störenden Möbel beiseite schieben, zwei Tore aus Kisten, Hockern oder ähnlichem bauen und gegenüber aufstellen, einen weichen Ball zurechtlegen und los geht das Fußballspiel. Da kommen die Kinder sicher auf ihre Kilometer. Jungs im WM-Fieber auf jeden Fall.

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3 (höherer Aufwand, weil man viel aufräumen muss): Einen Parcours aufbauen. Vorhandene Möbel wie Sofa, Stühle, Tisch, Hocker … mit Bobby Cars, Teppichen, Yoga-Matten, Wolldecken, Kissen, Bällen, Seilen und was es sonst noch so im Haushalt gibt zu einem Parcours verbinden. Dann können die Kinder hintereinander weg diesen Parcours laufen, klettern, kriechen, hüpfen, fahren so oft sie wollen. Meine Jungs räumen dann auch gerne mal um und bauen ihren eigenen Parcours.
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Mit diesen drei Optionen bin ich ganz gut durch den Regen gekommen. Zum Glück soll das Wetter jetzt wieder schöner werden. Und ich freue mich auf die Abwechslung an der frischen Luft. Das ist ja doch am Schönsten. Aber (habe ich schon erwähnt, dass ich gerne mal schwarz male?): Das nächste Tiefdruckgebiet kommt bestimmt. Wenns dann draußen trüb ist, toben wir wieder drinnen.

#strategieneinermutter

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