Kleine Küchenassistenten

Im Grunde sind Kinder die hilfsbereitesten Menschen. Bittet man sie freundlich um ihre Hilfe oder Mithilfe, reagieren sie eigentlich immer prompt und gerne. Davon könnte sich manch Erwachsener eine Scheibe abschneiden.

Meine Kinder sind besonders hilfsbereit, wenn es ums Kochen geht. Bereits im Kleinstalter habe ich sie daran teilhaben lassen. Sobald sie sitzen konnten – momentan mache ich das mit unserer Kleinen -, habe ich sie auf die Arbeitsplatte in die Küche gesetzt, mich schützend davor gestellt und sie beim Schnippeln zugucken lassen. Ab und zu gibt es was zu probieren. Das lieben die Kinder. Unsere jüngste Tochter liebt die Küchenzeit sogar so sehr, dass sie einen Tobsuchtsanfall bekommt, wenn ich sie von der Ablage wieder herunternehme.

Unsere Jungs sind mittlerweile zu richtigen Kleinköchen herangewachsen. Wenn ich frage: „Wer will mein Küchenassistent sein?“ Oder: „Ich brauche Hilfe von einem guten Pizzabäcker!“ Dann sind sie sofort Feuer und Flamme, schieben ihre TripTrap-Stühle an die Arbeitsfläche in der Küche und können es kaum erwarten, dass es los geht. Anfangs ließ ich sie Kleinigkeiten machen, z. B. Salz und Pfeffer in die Salatsauce streuen, umrühren oder ähnliches. Heute schneiden sie das Gemüse, panieren Schnitzel, halten Mixer, reiben Parmesankäse und und und… Nur am Herd bin ich nach wie vor vorsichtig. Da darf der Große schon mal die Nudeln im kochenden Wasser umrühren. Aber nur unter meiner Aufsicht!
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Das macht nicht nur den Kindern einen Riesenspaß, sondern auch mir. Man schlägt nämlich zwei Fliegen mit einer Klappe: 1. die Arbeit geht viel schneller, weil man sich in der Zwischenzeit um anderweitige Zubereitungen kümmern kann. Und 2. die Kinder lernen, wie man gutes Essen zubereitet ohne ein Fertiggericht aufzureißen und in die Mikrowelle zu stellen. Für mich ist das sehr wichtig. Ein weiterer guter Nebeneffekt: Die Kinder sind unendlich glücklich und entspannt dabei, weil sie sich ernst genommen und verantwortlich fühlen.

Aber nicht nur meine Kinder helfen gerne in der Küche. Neulich war das Küchenassistentenspiel für mich eine gute Zeitüberbrückungsmaßnahme. Wir hatten nämlich die dreijährige Nachbarstochter bei uns zu Besuch und sie hatte etwas Heimweh nach ihrer Mama. Da habe ich sie einfach mit in die Küche genommen, sie auf die Arbeitsplatte gesetzt und sie gefragt, ob sie mir helfen will, die Kräuterbutter fürs Grillfleisch zuzubereiten. Sie sagte: „Au ja!“ Und dann ging die Zeit, bis ihre Mama sie abholte, dank Kräuterhackens ganz schnell vorbei.

#strategieneinermutter

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