Die Baby-Warn-Anlage

Mit ihren neuneinhalb Monaten wird unsere Tochter immer mehr zum Gefahrensucher: Sie zieht sich überall hoch, erklimmt Treppen (wir können zwei Stück leider nicht mit Gittern sichern), Sitzkissen, Sofaecken etc. Und sie stopft alles in sich rein, was nicht niet- und nagelfest ist. Neulich habe ich ihr sogar schon eine Trottel aus dem Mund gefischt, die wohl von meinem Halstuch abgefallen war.
Also schleppe ich das Kind aus Sicherheitsgründen immer mit mir herum, wenn ich die Räumlichkeiten wechseln muss. Obwohl unsere Tochter schlanke 8,5 kg auf die Waage bringt, ist – glaube ich – mein linker Oberarm mittlerweile doppelt so dick wie der rechte. Zumindest gefühlt.

Da ich wenigstens für kurze Momente mal ohne Baby aus dem Raum gehen möchte, habe ich bei uns zu Hause eine Baby-Warn-Anlage eingerichtet. Die funktioniert prächtig. Und zwar so: Ich bringe das Baby zu meinen Jungs ins Zimmer, räume alle Babymund gerechten Kleinteile in unerreichbare Höhen, versorge sie mit Baby-Spielzeug und sage dann zu den großen Brüdern: „Jungs, ich muss kurz Wäsche aufhängen. Passt Ihr bitte auf die Kleine auf? Und wenn sie sich in Gefahr begibt, dann macht Ihr bitte die Alarmanlage.“ Es kommt: „Ja, Mama!“ Die beiden lieben zum Glück ihre Schwester, so dass sie gerne auf sie aufpassen. Und sie sind sehr gewissenhaft und vor allem schnell in der Reaktion. Kurz darauf höre ich einen zweistimmigen, durchdringenden Kindergesang: „Niuniuniuniuniuniuniuniu“, eben wie eine Alarmanlage. Ich sprinte zu den Jungs und tatsächlich, das Baby hat sich am Regal hochgezogen und kommt aus der Situation irgendwie nicht mehr raus. Sie sieht auch so aus, als ob sie die Kräfte gleich verlassen. Dahinter kniet ein besorgter 6-jähriger und versucht, sie festzuhalten. Ich nehme die Kleine schnell hoch.

Das hat super geklappt. Gut gemacht, Jungs!

#strategieneinermutter

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