Ein Puster gegen „Wegschreien“

Hat nicht jedes Elternteil Angst davor, dem Kind könnte etwas passieren? Eine Situation hat mir einen riesengroßen Schreck eingejagt: Unser ältester Sohn war gerade erst ein paar Wochen alt und – nach einem aufregenden Tag – so richtig müde. Der Junge schrie wie am Spieß und ließ sich einfach nicht beruhigen. Mein Mann und ich sagen dazu auch: das Kind ist über den Punkt.

Das Kind schrie und schrie. Und schrie sich plötzlich weg. Soll heißen, es holte keine Luft mehr. Der Junge wurde dunkelrot im Gesicht und ich hielt ihn vor mich und sagte: „Atme!“ Da kam mein Mann ins Zimmer, nahm mir das dunkelrote Kind aus der Hand, hielt es vor sich und pustete ihm einmal kurz und kräftig ins Gesicht. Und siehe da, das Kind holte Luft. Es weinte zwar weiter, aber die Gesichtsfarbe normalisierte sich und alles war wieder okay. Bis auf meinen Adrenalinspiegel und mein Herz, das mir bis zum Hals schlug.

Seither wenden wir diesen Trick immer dann an, wenn sich unsere Kinder wegschreien. Und das kann aus den verschiedensten Gründen sein: müde, Hunger, hat sich weh getan, krank, nicht allein sein wollen.

Aber Achtung: Hiermit ist wirklich nur das banale Wegschreien gemeint. Wenn das Kind aus anderen Gründen keine Luft holt, sofort den Notarzt rufen und Erste Hilfe-Maßnahmen ergreifen.

Übrigens: Wegschreien gibt es auch noch bei größeren Kindern. Unser Ältester ist neulich vom Klettergerüst gefallen. Und zwar ist er so unglücklich auf dem Rücken gelandet, dass ihm auch erstmal die Luft weggeblieben ist. Auch hier hat das ins Gesicht pusten geholfen.

#strategieneinermutter

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